Fragen und Antworten - die Genossenschaftsidee

„Das Geld des Dorfe dem Dorfe“ – dieser zugegeben etwas angestaubt klingende Leitsatz der Genossenschaftsbewegung hat im Kern aber immer noch seine Gültigkeit.

Um was geht es in einer Genossenschaft?

Das oberste Ziel einer Genossenschaft ist die Förderung ihrer Mitglieder. Die Region soll sich aus sich selbst heraus stärken und allen die Möglichkeit geben, hieran teilzuhaben. „Aus der Region für die Region“ heißt es daher heute oft. Für unsere Energiegenossenschaft heißt das ganz konkret: Jeder kann teilhaben an den Chancen der Energiewende. Nicht nur der Hausbesitzer oder Landwirt mit eigener Dachfläche oder der mit „großem Geld“. Genossenschaftsmitglied kann bei uns jeder bereits mit 100 € werden. Es besteht natürlich keine Verpflichtung, sich an allen Projekten zu beteilgen (also mehr Anteile zu zeichnen), sondern die Chance hierzu!

Was sind die Vorteile einer Genossenschaft?

Der wesentliche Unterschied zu kapitalabhängigen Mitbestimmungsformen (wie z.B. Aktiengesellschaften) ist, dass jedes Mitglied nur genau ein Stimmrecht hat, egal wie viel oder wenig es sich an Projekten beteiligt, also angelegt hat. Das könnte man durchaus als basisdemokratisch bezeichnen. Entscheidungen werden so sehr transparent und letztendlich gerecht. Dabei werden Genossenschaften sehr genau vom Prüfungsverband kontrolliert – es gibt konkrete Vorschriften zu den drei „Organen“ einer Genossenschaft: dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und der Generalversammlung (bei der alle Mitglieder Gehör finden müssen!). Selbstverständlich gibt es jährliche Berichte und – bei Zinserträgen – Steuerbescheinigungen.