Fragen und Antworten - Sonnenenergie

Das ungenutzte Potenzial in der Region Bayerischer Untermain beträgt laut des Integrierten Energie- und Klimaberichts ca. 509 GWh/a - eine riesiges Energiepotenzial! Hierbei wurden auschließlich geeignete Dachflächen zur Berechnung herbeigezogen, und Flächen, die sich besser zur Erzeugung von Wärme-Energie (Solarthermie) eignen abgezogen, damit hier nichts doppelt und damit hoch gerechnet wird.

Zur Zeit werden lediglich 80 GWh/a und damit 3,5% des verbrauchten Stroms der Region auch regional durch Photovoltaik erzeugt. Zwar liegt die Region leicht über dem bayerischen Durchschnitt bei der PV-Nutzung, aber es gibt noch gewaltige Ausbaumöglichkeiten. Rechnet man die Zahlen um, so ergibt sich, das zur Zeit des Berichtes (Ende 2011) gerade einmal 15% der geeigneten Dachflächen genutzt wurden, und die Region fast 20% ihres benötigten Stromes mittels Photovoltaik erzeugen könnte (vor allem, wenn geeignete Speichertechnologien zum Einsatz kommen).

Auch durch solarthermische Kollektoren werden bei uns nur ca. 10% des vorhandenen Potenzials erschlossen. Gerade einmal 0,4% der benötigten Wärmeleistung wird mittels der Solarkollektoren gewonnen. Es gibt also auch hier noch viel zu tun. Gerade bei zeitweise verschatteten Dächern, die sich weniger für PV-Anlagen eignen, ist die Erzeugung von Wärmenenergie für Heizung und Warmwasser relativ einfach möglich.

Mit der weiter voranschreitenden Absenkung der Einspeisevergütung für solar erzeugten Strom lohnt es sich, über die Aspekte Eigenverwertung und Direktvermarktung des Stroms nachzudenken.

Die Energiegenossenschaft Untermain strebt an, auch weiterhin PV-Anlagen als Bürgersolarprojekte durchzuführen, und will deren Rentabilität durch eben jene zwei Nutzungsmöglichkeiten attraktiv machen. Die Direktvermarktung, also auch ein Ökostrom-Angebot für unsere Mitglieder, ist hierbei bereits in Planung.

Wenn Sie als Kommune, Landwirt, Hallen- oder Hausbesitzer über ein geeignetes Dach für eine größere PV-Anlage (min. 10 KWp) sind, und sich ein Projekt mit der Genossenschaft vorstellen können, dann melden Sie sich einfach bei uns!

Muss man Genossenschaftsmitglied sein, um sein Dach zu vermieten?

Es besteht keine Verpflichtung, Mitglied der Genossenschaft zu werden, wenn man sein Dach oder andere Flächen an die Genossenschaft vermieten will. Allerdings ist dies ja der Weg, wie man über die Mieteinnahme hinaus sich an den Erträgen aus der Stromerzeugung beteiligen kann! Es wäre also in jedem Fall sinnvoll, sich zu beteiligen. Die Dachmiete kann als Sachwert für einen oder mehrere Genossenschaftsanteile angerechnet werden.

Warum sollte ich über die Genossenschaft und nicht selbst eine PV-Anlage bauen?

Weil wir uns um alles kümmern. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, sich an mehreren Anlagen verschiedener Art zu beteiligen. Dadurch streuen Sie ihr Risiko.

Ist nur Photovoltaik auf Dachflächen vorgesehen?

Im ersten Schritt haben wir nur Dachanlagen gebaut, da dies der schnellste Weg ist, um zu starten und wir Dächer aufgrund Landschaftsbild und Naturschutz vorziehen. Wir können uns aber auch Freiflächenanlagen auf Konversionsflächen wie z. B. stillgelegten Deponien vorstellen.